Nostalgisches

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Hotelprospekt 1905 

Hotelprospekt 1905 Rückseite Martin Arnold  Webdesign: picaloo.ch
Hotelprospekt 1905 Vorderseite Martin Arnold   Webdesign: picaloo.ch

Original-Kopie des Hotelprospekts.

Dieser wurde von der Buchdruckerei M. Gisler, Altdorf um 1905 erstellt. Der auf der Vorder- und Rückseite

bedruckte, 6-teilige farbige Falt-Prospekt von 20,5 x 10,5 cm hat mir Peter E. Obergfell aus Thalwil zur Verfügung gestellt.

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Hotelprospekt 1923 

Prospekt Hotel Klausen-Passhöhe 1923    Webdesign: picaloo.ch
Prospekt Hotel Klausen-Passhöhe 1923     Webdesign: picaloo.ch

Original-Kopie des Hotelprospekts.

In Deutsch, Französisch und Englisch wird das Hotel angepriesen.

Er entstand um 1923 und wurde vermutlich in Glarus von J. Spälti & Cie hergestellt. Der auf der Vorder- und Rückseite bedruckte, 4-teilige schwarz-weisse Falt-Prospekt von 14 x 10 cm hat mir Peter E. Obergfell aus Thalwil zur Verfügung gestellt.

Urnerboden um 1900

Die durchgehend befahrbare Klausenstrasse von Altdorf bis Linthal wurde 1899 fertig gestellt.
Im Juni 1900 wurde sie offiziell eröffnet und feierlich eingeweiht.
           In den ersten Jahren durfte die Strasse nur mit Postkutschen und Fuhrwerken befahren werden. Erst durch den Landsgemeindebeschluss von 1917 wurde das Befahren von Strassen im Kanton Uri mit Motorfahrzeugen möglich.
Davon profitierte auch der motorisierte Verkehr am Klausenpass.
Bereits 1897 eröffnete die Familie Alexander Muheim-Furrer das Hotel Wilhelm Tell & Post
auf dem Urnerboden (siehe Bildmitte rechts aussen). 
Ab 1929 wurde die staubreiche Strasse während 6 Jahren durch Schottertränkung staubfrei gemacht.
Von 1947 bis 1960 wurde die Strasse etappenweise durchgehend asphaltiert.
Zugleich baute man verschiedene Streckenteile aus.

Mit meinen Eltern verbrachte ich in den Sommermonaten meine ersten Lebensjahre,
bis ich zur Schule musste, in einem einfachen Häuschen mit angebautem Ziegenstall in der Riedrüti. Später wohnten wir bei den Hinterhütten. Dort verbrachte ich während den langen Schulferien herrliche Zeiten mit meinen beiden Brüdern und den Eltern.

Urnerboden Riedrüti um 1910 Michael Aschwanden Martin arnold Erinnerungen

Urnerboden; Riedrüti um 1900. Foto: Michael Aschwanden / Staatsarchiv Uri.

Alpfahrt am Klausen 2021 

Jedes Jahr zieht die Familie von Klaus Kempf von ihrem Heimwesen «Fritter», oberhalb Unterschächen gelegen, etwa Mitte Juni mit dem Vieh in den Unterstafel auf den Urnerboden, Im Alpweiler «Argseeli» bleiben sie etwa 4 Wochen, bevor sie in den Oberstafel «Oberalp», oberhalb «Aesch» gelegen, umziehen. Nach ungefähr 7 Wochen «fahren» sie dann mit der ganzen Viehhabe zurück in den Unterstafel. Dort bleiben sie noch etwa 3 Wochen, bevor sie Ende September in ihr Heimwesen «Fritter» zurückkehren.
Am 29. September, am St. Michaels-Tag, muss die Alpweide Unterstafel geräumt sein.
Die Alpzeit im Unter- und Oberstafel beträgt in der Regel 100 Tage.
Diese vier «Zügleten» sind für die Älplerfamilien seit Jahren eine Selbstverständlichkeit.

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Klausenrennen 1923 – und heute?

1963 erschien dieser Film vom Zürcher Filmproduzenten Walter Kägi in der Schweizer Filmwochenschau.
Am Rennen nahmen 90 Rennwagen teil und ca. 3000 Autos mit Besuchern befuhren den Klausen.
Über 30 000 Zuschauer waren anwesend.
Der Strassenzoll betrug im Kanton Uri 10 Franken und im Kanton Glarus 4 pro Auto.
In diesem historischen Dokument hat Walter Kägi den Verkehr der 70er Jahre mit der damaligen Rennsituation verglichen.

Bernhard Brägger

Am Samstag 30 Juli 2022 erschien im Urner Wochenblatt unter der Rubrik
Memorial   «Zwei Buchautoren und ihre speziellen Verbindungen zum Klausenpass»
der nachstehende Beitrag. Ich beschreibe darin einen Tag, den ich mit Bernhard Brägger, dem Verfasser
von zwei 
Büchern über die Klausenrennen, am 13. Juli erlebte. 

Unterwegs mit Bernhard Brägger zum Klausen
Martin Arnold

Anlässlich eines Telefongespräches mit Bernhard Brägger, welches auf Grund meines Buches «Erinnerungen an das Hotel Klausen-Passhöhe» Ende Juni stattfand, äusserte er den Wunsch, mit mir auf den Klausen zu fahren. Er möchte meine Geschichten über den Klausenpass, das alte Hotel und die damals erlebte Landschaft von mir persönlich hören. Dieser Vorschlag kam für mich sehr überraschend. Bisher hatte ich Bernhard Brägger ein einziges Mal getroffen, 1998, anlässlich der Eröffnung des renovierten Zielhauses am Klausenpass. Das kleine Gebäude diente in der Pionierzeit der Automobil-und Motorradgeschichte
von1932 bis 1934 den internationalen Klausenrennen als Zielhaus.

Es steht unter Heimatschutz und kann besichtigt werden.
Den Namen Bernhard Brägger kannte ich im Zusammenhang mit den zehn internationalen  Klausenrennen (1923-1934) und den fünf Memorials (1993-2013). Für die ersten drei Memorials war er dank seiner Hartnäckigkeit massgebender Initiant und Unterstützer.

Viel Zeit für Geschichten über den Klausen
Wir starteten also an einem schönen Sommertag im Juli bei ihm zu Hause in der Nähe von Zug und fuhren über Altdorf auf den Klausen und den Urnerboden. Nun hatten wir einen Tag lang Zeit, uns gegenseitig Geschichten zu erzählen.
Mich interessierten vor allem seine Erzählungen. Ich erfuhr viel über sein Leben, seine Familie, die Orte,
wo er aufwuchs und lebte sowie seine Tätigkeit als Lehrer im Kanton Uri.


Für den Motorsport begann er sich dank seines Vaters zu interessieren. So hätte ihn dieser als Junge zu zwei Bergrennen Mitholz-Kandersteg mitgenommen. Zu seiner Familie, besonders zu seiner Tochter Anita, gab es auch bei mir eine persönliche Anknüpfung. Anita Brägger, die mehrfache Schweizermeisterin im 400- und 800m-Lauf, lernte ich nach ihrer Karriere anlässlich eines Bauprojektes in einem Berner Ingenieurbüro kennen. Wir nutzten dabei die Gelegenheit «Urnerisches» auszutauschen.

Klausenrennen  1925 5l Delage in der Vorfrutt Martin arnold Erinnerungen

Eine Fotographie vom 4. Klausenrennen, das 1925 stattfand:der 5-Liter Delage- Rennwagen des Franzosen undGrand-Prix-Fahrers Albert Divo in der Vorfrutt.

FOTOGRAPHIE AUS DEM BUCH «Kompressoren am Berg».

Kenner der Automobilszene
Bernhard verfasste vier Bücher. Zwei davon über den Motorsport. 1972 erschien das Buch «Kompressoren am Berg - Geschichte der Internationalen Klausenrennen». Dieser Erfolgstitel erschien 1989 in 3. Auflage. Das Buch versetzt uns in eine Zeit zurück,
als in der Schweiz noch grosse internationale Rennen organisiert wurden. Das Buch ist leider vergriffen.


2002 veröffentlichte Bernhard Brägger als Kenner der Automobilszene das Buch «Mythos Klausen - Race to the clouds» In diesem grossartigen Bildband beschreibt er Einmaliges und zeigt teilweise noch unveröffentlichtes Fotomaterial. Das Buch erinnert an die zehn Rennen, die von 1922 bis 1934 stattfanden und an die Erinnerungsmemorials. Mit einzigartigen historischen Fotos und Anekdoten über die Fahrer und ihre Schicksale werden die herausragenden sportlichen Leistungen
der damaligen Rennfahrer und ihrer Fahrzeuge lebendig beschrieben.


Er erzählt von berühmten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, von Premieren,
vom Kampf um Bewilligungen und Finanzen und von den Renn- und Sportwagen und den Motorrädern, welche die Rennen geprägt haben. Die herausragenden Leistungen der Rennfahrer und ihre persönlichen Schicksale werden in Erinnerung gerufen.

Beeindruckt über Bugatti-Bild      
Bei unserer gemeinsamen Fahrt vom Klausen auf den Urnerboden und zurück erzählte Bernhard interessante Geschichten. So zum Beispiel zum geraden Streckenabschnitt auf dem Urnerboden mit Höchstgeschwindigkeiten von über 100 km/h auf der damaligen Naturstrasse, zu den Kurven in der Klus und der Vorfrutt. Ich konnte dabei seine Faszination spüren und den Mythos Klausen miterleben.

 

Obwohl Bernhard Brägger seit vielen Jahren nicht mehr im Kanton Uri lebt, wurde er von einigen Personen sofort erkannt. Es ergaben sich interessante Erinnerungsgespräche. Im neuen Hotel zeigte er sich erstaunt über das grosse Bild mit einem Bugatti-Rennauto und die Poster von den damaligen Klausenrennen. Seine fachkundigen Informationen dazu beeindruckten mich.
Auch zu den verschiedenen Bildern und den Postern beim Eingang des Hotels wusste er einiges zu erzählen.
Die Faszination der Klausenrennen lebe im neuen Hotel weiter, meinte er.

Bernhard Brägger auf dem Klausen 13.07.22.jpg

Bernhard Brägger vor dem Bild von Fotograf Jean Gaberell im Frühstücksraum des neuen
Hotels Klausenpass. Der Rennwagen, ein Bugatti 35, in einem Trainingslauf mit Rennfahrer Mario Lepori
und Beifahrer Hans Kracht in der Vorfrutt.
FOTO: Martin Arnold, 2022.

Der Tag am Klausen mit Bernhard war ein Erlebnis. Schöne Erinnerungen werden bleiben, auch in unseren Büchern, die wir uns gegenseitig schenkten. Seit einigen Jahren gibt es am Klausen keine Autorennen mehr. 1934 fand das letzte internationale Klausenrennen statt und 2013 das letzte Erinnerungsmemorial. Im Gedenken an das am 27. August 1922 erstmals gestartete Klausenrennen organisiert der Verein Diavolo Motor Classic am 6. August ein Memorial zum 100-Jahr-Jubiläum dieser legendären Veranstaltung. Es ist dies kein Rennen, sondern eine attraktive Liveshow der Mobilität von den Anfängen bis in die Zukunft mit Showfahrten von Oldtimerautos und Motos.

Die Fahrten vom Urnerboden zum Zielhaus am Klausenpass sind unterteilt nach Alterskategorien,. An diesem Memorial wird Bernhard Brägger ein wichtiger Gast sein. Er gehört zum Mythos Klausen. Bei diesem Anlass wird sein noch aktuelles Buch «Mythos Klausen - Race to the clouds» im neuen Klausenpass Hotel und auf dem Pass zum Verkauf angeboten.

Martin Arnold ist Verfasser des Buches «Erinnerungen an das Hotel Klausen-Passhöhe» das im Juli 2021 im Verlag Gisler 1843 erschien.

Er lebt in Bassersdorf bei Zürich.

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Der 100. Geburtstag
internationale Klausen Rennen ist Geschichte

Das MEMORIAL in Erinnerung an das erste von zehn Rennen vom 27. August 1922 durchgeführte Klausenrennen fand bei angenehmen Wetterbedingungen statt. Auf dem Urnerboden, dem Startort der Showfahrten, schien immer wieder die Sonne, auf dem Klausenpass am Zielort war es zeitweilig neblig und kühl.
Über 5000 Fahrzeugfreaks und motorsportinteressierte Leute besuchten diesen Event. Es war ein Spektakel in der traumhaften Klausen-Berglandschaft. Um die 350 Oldtimerautos und 80 alte Motorräder befuhren nach Kategorien und Jahrgängen
gegliedert die Strecke mit 13 Kurven vom Urnerboden bis zum Klausenpass. Vor 100 Jahren mussten auf der Originalstrecke
von Linthal bis auf den Klausenpass 34 Kurven über eine Distanz von 20,5 km befahren werden.
War es damals ein vom ACS, Sektion Zürich, als «Bergprüfungsfahrt» ausgeschriebenes internationales Rennen, war es am
6. August 2022 eine Showfahrt mit Fahrzeugen der Jahrgänge 1920 bis 1979.
Die rasante Fahrzeugentwicklung innerhalb dieser Zeitspanne war zu bestaunen. Zur Erinnerung: Die Rekordzeit von 15 Minuten und 50 Sekunden über die Originaldistanz fuhr Rudolf Caracciola auf Alfa Romeo im Jahr 1932.
Der Mythos Klausen, wie in Bernhard Brägger in seinem Buch von 2002
«Mythos Klausen - Race to the clouds» beschreibt, wurde einem wieder nähergebracht.
Neueste batteriebetriebene Begleitfahrzeuge veranschaulichten einen weiteren Meilenstein in der Fahrzeugentwicklung.
Den Organisatoren, der DIAVOLO MOTOR CLASSIC aus Erstfeld, ist es gelungen,
diese Veranstaltung zu organisieren und unfallfrei durchzuführen.

Auch längst vergessene Marken waren zu bewundern
Viele Oldtimerfahrzeuge mit uns noch geläufigen Markennamen aber auch heute nicht mehr produzierte Fahrzeugmarken befuhren die ehemalige Teil-Rennstrecke von der Dependance auf dem Urnerboden bis zum damaligen Zielhaus vor der Klausenpasshöhe.

Renn-, Sport- und Tourenwagen folgender Marken waren zu bestaunen:
Alfa Romeo, Allard, Alpine Renault, Alvis, Amilcar, Ansaldo, Aston Martin, Austin, Barrow’s, Bentley, Bugatti, Buick, BMW, Chevrolet, Chrysler, Delage, Dino, Ginetta, Fantuzzi Dino, Ferrari, Fiat, Ford,  Jaguar, Lagonda, Lamborghini, Lancia, Lea Francis, Lotus, Mercedes-Benz, MG, Morgan, Nash, Opel, Peugeot, Plymouth, Porsche, Rapier, Riley, Rolls Royce, Singer, Spyder, Talbot, Theo Martin, Triumph, Vauxhall ….

 

FOTOS: Martin Arnold, 2022.

Motos, auch solche mit Seitenwagen und Threewheeler folgender
Marken befuhren ebenfalls die Strecke:
AJS, Benelli, BMW, BSA, Condor, Gilera, Harley Davidson, Moto Guzzi, Motosacoche, Morgan, MV Agusta, New Map, Norton, Rex-Acme, Royal Enfield, Rudge Ulster, Sunbeam, Triton, Triumph ….

Fahrzeuge mit Seltenheitswert gab es zu bewundern
Besitzer der Fahrzeuge und deren Fahrer,
konnten ihre schönen und gepflegten, teils äusserst teuren Modelle präsentieren.
Vor allem auf dem Wendeplatz auf der Passhöhe, wo die Fahrzeuge in
Warteposition für die Rückfahrt auf den Urnerboden parkiert waren, ergaben sich interessante Gespräche zwischen Fahrern und Besuchern. Es bot sich die einmalige Chance, mehr technische Details über die Fahrzeuge, deren Alter, die Entstehungsgeschichte, die Kosten, den Unterhalt und den Grund des Besitzes zu erfahren.
Entlang der Strasse und im Dorf Urnerboden hatte man die Möglichkeit, 200 seltene
alte Renn-Motorräder und Grandprix-Wagen zu bewundern.

Nachfolgend soll eine Auswahl von teilnehmenden Fahrzeugen das MEMORIAL
vom 6. August 2022 dokumentieren:

FOTOS: Martin Arnold, 2022.

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In diesem grossartigen Bildband von
Bernhard Brägger wird einmaliges
und teilweise noch unveröffentlichtes Fotomaterial
gezeigt. Das Buch ruft die zehn Rennen, die
von 1922 bis 1934 stattfanden in Erinnerung.


Mit einzigartigen historischen Fotos und Anekdoten
über Fahrer und ihre Schicksale werden die
herausragenden sportlichen Leistungen der
damaligen Rennfahrer und ihrer Fahrzeuge lebendig

beschrieben und aufgezeigt.


Im Buch sind auch die internationalen
Klausenrennen-Memorials von 1993 und 1998
mit Farbfotos dokumentiert. ***

Es war eine «Modeschau von Motoren- und Carosserie-Juwelen».
Diese Veranstaltung wusste zu begeistern. Es war für viele ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Das MEMORIAL 2022 ist Geschichte.

                                                                Martin Arnold

*** Das Buch ist im Klausenpass Hotel und im Kiosk auf dem Klausenpass (info@hotel-klausenpass.ch),
bei naTuri auf dem Urnerboden (naturi.urnerboden@gmail.ch) oder bei Martin Arnold  (info@martinarnold.org)
zum Preis von CHF 50.00 erhältlich.

Maturaarbeit 2021   Elena Baumann

Zum Matura-Abschluss hat Elena Baumann aus Bürglen Uri eine eindrückliche Arbeit verfasst.

Geschichte über dem Nebelmeer

Das Hotel Klausenpass im Laufe der Zeit 1900 bis 2021

Diese Arbeit umfasst auch eine bebilderte Tourismusbroschüre.
 

Da Elena mein Buch «Erinnerungen an das HOTEL KLAUSEN-PASSHÖHE» kannte,

gelangte sie an mich und hat mich um Informationen gebeten.

Es freut mich, dass ich sie unterstützen konnte und ihre

Arbeit hier zeigen darf.
 

Am 17. November 2021 hat Elena Baumann ihre Arbeit

an der Kantonalen Mittelschule Uri in Altdorf präsentiert.

Tourismusbroschüre